Donnerstag, 18. Juli 2013


Göttliche Körper:

Die Männer mit den schönsten Körpern findet man eindeutig in Griechenland! In den Museen wimmelt es nur so von ihnen! Am Strand leider nicht immer.



Göttliche (oder halbgöttliche) Körper - Hermes




Was man bezahlt und was man bekommt:

Oft ist es ja so, daß man für etwas viel bezahlt und sehr wenig dafür bekommt. Manchmal geht es aber auch anders. 
Man bestellt einen Ouzo oder ein Glas Wein und bekommt dazu einen Mezes-Teller. Auf diesem Teller finden sich täglich andere kleine Köstlichkeiten - Oliven, Brot, Wurst, Fleisch, Tsatsiki,  Erdäpfel, Paradeiser, Gurken und sonstiges. 
Zum Tee oder Kakao gibt es zwei Stück Kuchen, das alles für zwei Euro. 
Manchmal ist es doch nicht nur zu Hause am besten!





Verkehr auf Griechisch:

Was tummelt sich so auf den Straßen der griechischen Provinz? Kurz gesagt ein Haufen alter Tschäsn. Kaum gewaschen bzw. entstaubt, verbeult, irgendwelche abhanden gekommenen Teile. Vom Alter her läuft vieles schon unter Oldtimer. Nur die Traktoren sind oft noch älter. Ich dachte zunächst, es handle sich um einen wilden Traktorenfriedhof neben der Straße, bevor ich bemerkte, daß dies der örtliche Traktorhändler des Vertrauens ist. Nur die Mopeds sind etwas jünger, schließlich werden sie ja auch von der Jugend gefahren, die sich nicht genieren will. Wer etwas auf sich hält, der frisiert seines auf, denn schließlich sollen die Alten in der Nacht doch nicht zum Schlafen kommen!
Begrenzungspflöcke und Bodenmarkierungen sind nicht unbekannt, aber fast. Schilder zur Geschwindigkeitsbegrenzung gibt es, manchmal auch selbst gemalt. Nur daran halten tut sich bestenfalls ein Ausländer, und der auch nicht lange.
Verkehrsregeln kennt man im Großen und Ganzen nicht. Dafür setzt man bei Kreuzungen, an denen sich dem durchschnittlichen Griechen nicht erschließt, wer nun Vorfahrt hat, auf Augenkontakt und Winken, die menschlichere Variante des Autofahrens eben.
Viele griechische (wie auch spanische) Autos dürften nicht mit Blinkern ausgestattet sein, aber definitiv mit Warnblinkanlagen. Statt beim rechts Ranfahren zu blinken, bleibt man einfach stehen, kurbelt das Fenster herunter, streckt die Hand hinaus und winkt dem Nachkommenden, daß er doch überholen möge. Warum einfach, wenn's auch kompliziert geht?
Die Warnblinkanlage erweist sich überhaupt als sehr praktisch. Durch sie teilt der griechische Autofahrer folgendes mit:
  • Ich muß erst nachdenken, wohin ich will, es fällt mir im Moment aber nichts ein.
  • Wo bin ich?
  • Ich werde in Kürze etwas tun, weiß aber noch nicht was.
  • Hinter mir Fahrender: Mach' dich auf alles gefasst! Vielleicht biege ich ab, vielleicht kehre ich um, vielleicht fahre ich aber auch gerade aus weiter. Vielleicht halte ich an, um mit dem entgegenkommenden Autofahrer zu tratschen (man kennt das auch aus Wien-Ottakring).
Der Leser wird sich nun fragen, wie es das alles gibt. Die Antwort kam von meinem Vermieter: in Griechenland kann man sich nach wie vor den Führerschein kaufen! Nein, nicht wie bei uns - ohne Fahrstunden und Prüfung und etwas günstiger natürlich!




Drive-in ins Cafe auf Griechisch - mit Kind und ohne Sturzhel









Morgen geht's in den Olivenhain!



1 Kommentar:

  1. Witzig, ist gar nicht so anders als in SO Asien. In Myanmar gibt es auch immer "Complimentary" (Suppen, Mixed pickles, etc.) zur Hauptspeise. Warum bin ich blosz so weit gereist?!
    Und schoen, dass sich in Griechenland nichts geaendert hat (bzgl. Straszenverkehr). So bleibt es spannend.

    Erzaehl brav weiter! (Heute gingen leider die Bilder nicht - bloedes Internet - gestern schon :-( )

    LG
    Stefanie

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