Mittwoch, 25. September 2013


Meine ersten "biologischen Forschungen" - Schlangenhaut und Gecko, vermute ich. Und einen Mitschwimmer im Pool habe ich auch.




Wann kommt die Müllabfuhr?


In ein paar Wochen ist Olivenernte!



Der Sonnenuntergang von meiner Terrasse aus (ohne Fotoshopping!). Hätte Van Gogh es besser gekonnt?




Die Taverne meines Vertrauens mit köstlicher Hausmannskost. Aber im Winter suche ich mir vielleicht doch etwas Gemütlicheres ….
Die nicht ganz korrekte Rechnung, aber das Wichtigste steht drauf.


Auf Erforschung:

In der Früh bin ich wieder in den Olivenhainen unterwegs. Zum Glück sind meine "Freunde", die großen Spinnen mit ihren riesigen Netzen derzeit nicht aktiv. Deshalb kann ich kann ungeniert meinem Forscherdrang nachgeben und ungehindert durch die Hohlwege und das Unterholz marschieren.
Heute stand ich plötzlich vor diesem idyllischen Eingang.
Eine Kapelle fand sich dahinter, die Tür war nicht versperrt. Die Utensilien warten auf ihren nächsten Einsatz, der Baum ist der Glockenturm.





Wurmzeit:

Diese schwarzen Würmer (vermutlich eher Tausendfüßer) kommen zu Hunderten aus ihren Löchern, wenn es regnet. Sie "kleben" in rauen Mengen an den Hauswänden, und auf der Terrasse kann man sie wie Müll wegkehren. Wenn man mit ihnen in Berührung kommt (oder nur der Besen), fangen die Viecher bestialisch zu stinken an. Die Griechen nennen sie auch "Stinkwürmer". Wenn sie länger in der Sonne liegen, rollen sie sich ein, trocknen aus und sterben. Ich bin aber guter Hoffnung, daß auch die Wurmzeit bald wieder vorbei ist. Hier taucht ja fast wöchentlich irgendein neues Getier auf und verschwindet dann wieder ….


Was ich schon vergessen hatte:

Im Frühsommer war ich sechs Wochen weg von zu Hause. Da gewöhnt man sich schon bei einigen Dingen um und vergißt, wie es zu Hause war:
  • Als ich wieder in Wien war und ich kam auch nur in die Nähe eines Zebrastreifens, bremste sich schon ein Autofahrer ein und winkte mir sogar manchmal freundlich zu, daß ich die Straße überqueren könne. In Griechenland fiel das natürlich niemandem ein. Was aber auch nicht verwunderlich ist, denn es gab gar keine Zebrastreifen!
  • In Wien liefen in der Früh unaufhörlich die Jogger auf der Straße an mir vorbei. Da reibt man sich in Griechenland noch den Schlaf aus den Augen. Bestenfalls haben sich die Leute gewundert, wer wohl die Seltsame mit den Stöcken ist, die durch die Olivenhaine marschiert. Und das im Land, wo die Olympischen Spiele erfunden wurden. Damals muß es sich dabei aber um Griechen mit anderen Genen gehandelt haben!
  • Hunde gibt es sowohl in Griechenland als auch in Wien in großer Zahl. Aber in Wien haben sie mir plötzlich alle Leid getan, weil sie an der Leine gehen müssen, in Griechenland dürfen sie frei und wild sein und umherstreunen, wie sie wollen. Spätestens zur Fressenszeit sind sie eh wieder da.
  • Was ich am schönsten von den griechischen Angewohnheiten fand, ist, daß die Leute, wenn sie sich bedanken, ihre Hand aufs Herz legen. Diese wunderbare Geste gibt es bei uns leider nicht.