Tornado:
Da schaut man einmal kurz aus dem Fenster und was sieht man? Einen Tornado! Die Gewitter hier können sehr heftig sein, es kommen riesige Wassermassen, Hagel, und die Donner lassen einen erzittern. Die häufigsten Begleiterscheinungen sind Stromausfälle. Da schlägt schon mal ein Blitz in den Strommast ein und der brennt ab. Aber einen Tornado sieht man hier auch nicht jeden Tag!
Grundwortschatz auf Griechisch:
Beginnen wir einmal mit dem Klassiker - jeder Griechenland-Tourist, der zum ersten Mal im Land ist, stößt zunächst einmal auf ihn. Er wird andauernd vom Tavernenwirt gefragt, ob er ein Taxi braucht, obwohl er noch gar nicht mit dem Essen fertig ist. „Ein Taxi?“ ist aber in Wirklichkeit „Endaxi?“, was so viel heißt wie „Alles in Ordnung?“ oder „Gut?“. Schlampig gesprochen auch „Edaxi“, „Edax“, „Daxi“ oder „Dax“.
„Endaxi“ gehört zum Standard-Repertoire, genauso wie „Orea“ („Schön“). Auch „Orea“ lässt sich in allen Lebenslagen verwenden. Wenn ihn ältere Leute mit einem Schwall Griechisch überfallen, wehrt der Beste aller Ehemänner sie mit einer Kombination aus freundlichen „Endaxis“ und „Oreas“ ab. Zur Verabschiedung folgt dann noch ein kurzes „Ja“ oder „Ja, ja“, was für „Jassas“ steht, „Grüß Gott“ oder „Auf Wiedersehen“. Wenn man mit jemandem per Sie ist, sagt man Jassas, wenn man per du ist, dann Jassu. Will man sich die Unterscheidung sparen, steigt man auf das neutrale „Ja“ um.
Der zweite Klassiker ist das ständige Anbieten einer Zigarre seitens der Griechen auf Englisch. Einer der wichtigsten Ausdrücke in Griechenland ist „Siga, siga“ (betont auf a). Das heißt „Immer mit der Ruhe, langsam, langsam, nur ned hudeln!“ und wird ständig verwendet. Obwohl man es eigentlich gar nicht brauchen würde, denn man muss eigentlich eher selten jemanden bei einer Tätigkeit einbremsen.
„Kala?“ ist ebenso ein beliebter Ausdruck. Er wird gerne von wortkargen Leuten im Dorf verwendet, und für Ausländer. Da muss man nicht fragen, wie es geht, sondern fragt gleich „Gut?“
Mit diesen paar Ausdrücken kann man sich schon ganz gut durchs Leben schlagen. Und zur Not kann man sich mit international gültigen Ausdrücken behelfen. Kürzlich wurde der Beste aller Ehemänner nach seiner Familie befragt. Die Antwort lautete „Mama okay, Papa kaputt“.
Griechische Höflichkeitsfloskeln:
Das bringt mich schon zu den griechischen Höflichkeitsfloskeln, die mich frappant an die amerikanischen erinnern. Vermutlich haben sich die Griechen diese aber nicht von den Amerikanern abgeschaut, denn schließlich gibt es die Griechen schon ein ganzes Stück länger. Außer die amerikanischen Indianer (Ureinwohner auf Politisch Korrekt - aber das wird unter Donald Trump eh wieder abgeschafft), also außer die Indianer hätten schon seit Urzeiten so freundlich miteinander gesprochen, aber das schließe ich irgendwie aus, die hatten beim Büffeljagen sicher keine Zeit für so etwas. Könnte man also davon ausgehen, dass die griechischen Einwanderer in den USA diese Höflichkeitsfloskeln eingeführt haben? Möglich wär’s.
Jedenfalls beginnt jedes Treffen mit „Jassu! Ti kanis?“, auf Amerikanisch „Hi, how are you?“. Das kommt auch, wenn man sich drei Mal am Tag sieht, am Beginn jeder Telefonkonversation und vermutlich sogar, wenn man die Feuerwehr ruft, wenn gerade das Haus abbrennt.
Viele Griechen sind übrigens leidenschaftliche Telefonierer, jedes noch so kleine Detail wird intensiv besprochen. „Ti kanis“ bedeutet „Wie geht’s?“, heißt aber wörtlich „Was machst du?“. Na ja, und bei dieser Frage kann man ja ordentlich loslegen. Allerdings haben auch die Griechen nicht immer für langwierige Erörterungen Zeit bzw. gibt es vermutlich Leute, mit denen man dann doch nicht alle Informationen über sein Leben austauschen will. Dann muß man sich höflich bedanken und natürlich zurückfragen, und das muss alles während des Aneinander-Vorübergehens passieren.
Und dann wünscht man sich am Montag noch „Schöne Woche!“ und am Monatsbeginn „Schönen Monat!“, ganz abgesehen von „Schönen Abend!“, „Schönen Spaziergang!“, „Viel Erfolg!“ usw.
Die genialste höfliche Floskel ist aber „Chronia polla!“, wörtlich „Viele Jahre“. Es gibt praktisch keine Gelegenheit, bei der man diesen Ausdruck nicht verwenden könnte, außer bei Begräbnissen vermutlich, das wäre dann doch etwas verfehlt. Das ganze beginnt zu Neujahr, zieht sich über diverse christliche Feiertage wie Ostern und Weihnachten, wird verwendet bei Namens- und Geburtstagen und noch bei tausend anderen Gelegenheiten. Zusätzlich gibt es aber natürlich auch noch Ausdrücke wie „Frohe Ostern“ oder „Fröhliche Weihnachten“, man kann einander also unentwegt nur Gutes wünschen. Und „Chronia polla“ kann man ja fast das halbe Jahr verwenden, denn schließlich war ja vor zwei Wochen Ostern, und in zwei Tagen wird irgendetwas anderes gefeiert. „Chronia polla“ wünscht man dem Tankwart (ja, so etwas gibt es hier noch!), dem Kaffeehauspersonal, den Leuten, denen man auf der Straße begegnet, auch wenn man sie gar nicht kennt. Erinnert mich an das allgegenwärtige amerikanische „Happy holidays!“. Noch dazu hat man immer den Eindruck, dass es von Herzen kommt. Ganz schöne Vorgaben für den Mitteleuropäer, der immer gleich zur Sache kommt und für die Freundlichkeiten nicht immer Zeit aufbringt. Aber deswegen ist man ja hierher gezogen.
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Weiße Pferde mit rotem Haar kannte ich nicht vor Griechenland.
Rasur gefällig? Hier wird man noch richtig in heiße Tücher gepackt, bevor dann die nervenaufreibende Arbeit mit dem Messer beginnt. Wird er eh nicht abrutschen? Nein, er versteht sein Handwerk. Das Gesicht ist nach der Rasur geschmeidig wie ein Baby-Popo!
Alte Tschesn:
Ist jemand von euch mit seinem alten Auto unzufrieden und hätte gern ein neues? Nun, wenn ihr euch anseht, was auf dem griechischen Land alles so herumfährt, liebt ihr euer eigenes Gefährt gleich sicher wieder viel mehr!Großer Beliebtheit erfreut sich - ob alt oder neu - der Lada Taiga. Mit dem rumpelt man über die Feldwege und die Löcher in der Straße. Und die kriegt auch noch der Mechaniker ohne Computerkenntnisse wieder hin.



