Franzi:
Franzi ist eine ganz Brave und Liebe und schnell von Begriff. Nach einem Tag hört sie schon auf ihren Namen und geht an der Leine, fährt gemütlich im Auto mit und legt sich im Lokal unter den Tisch und genießt das Leben rund um sie.
Früher vermutlich schlecht behandelt, ist sie trotzdem nicht scheu, denn Streicheleinheiten, von wem auch immer, läßt sie sich auf keinen Fall entgehen. Einen besonderen Riecher hat sie für hundeaffine Damen. Diese werden üblicherweise mit einer Einkuschel-, Abschleck- und Treuer-Blick-Attacke erobert.
Aber auch von den Herren der Schöpfung wird sie verwöhnt. Vincent aus Holland verpasst ihr eine Kopf-Ohren-Nacken-Massage, die sie sicher nie mehr vergißt. Vincent ist einschlägig vorgebildet. Jeden Tag vor dem Schlafengehen massiert er seinen Hasen. In der Immobilienbranche zu Hause, überlegt er aber schon eine Karriere als Tiermasseur. Ich wollte, daß er auch zu mir nach Hause kommt, aber mein Fell war ihm nicht weich genug.
Das Herrl hat die Franzi schon lange um den Finger gewickelt, ohne daß der es bemerkt hat. Sie ist nämlich eine ganz eine Odrahde (Hochdeutsch sprechende schlagen bitte im österreichisch-deutschen Wörterbuch nach). Der Beste aller Ehemänner (und Beste aller Hundebesitzer) stellt ihr die herrlichsten Menüs zusammen und verwöhnt sie mit exzessiven Streicheleinheiten. Hund, was willst Du mehr?
Hurra, ich habe einen archäologischen Fund gemacht! Oder hat hier wieder einmal jemand nur seinen Hausrat am Straßenrand entsorgt?
Zurück in der Handy-Steinzeit! Das hat aber auch seine Vorteile - es ist klein und leicht und kostet nur zwanzig Euro. Park-Apps, Susi (in Wien genial) und Öffentlicher-Verkehr-Apps braucht man hier nicht wirklich. Denn hier fragt man noch (man versteht halt meist leider die Antwort nicht).
Da fällt mir ein - in Madeira war es genauso - wenn man hier nach dem Weg fragt und der andere weiß es nicht oder versteht einen nicht oder beides gemeinsam, läßt er Dich nicht weiterfahren, sondern steckt seinen Kopf durchs Fenster und redet wild auf Dich ein. Alle Vorbeigehenden oder -fahrenden werden aufgehalten und auch befragt. Es entspannt sich eine Diskussion zwischen den Einheimischen, aber es kommt nichts heraus. Wenn man sich dann bedankt und weiterfahren will, lassen sie einen nicht. Es scheint eine große Schmach zu sein, wenn man dem Fremden nicht weiterhelfen kann. Außerdem hat man mal wieder Abwechslung und danach was zu erzählen im Kafeneion.
"Aussichtsplatform"
Ein Gewitter und viel Regen sind im Anzug. Die Temperatur fällt auf 17 Grad. Das Schöne ist aber, daß man am nächsten Tag wieder bei 23 Grad auf der Terrasse frühstücken und am Nachmittag bei 28 Grad schwimmen kann, im Meer mit 26 Grad.
Meine Freunde, die griechischen Sesseln - eine absolute Pein für alle Kreuzmaroden und Dicken. Gibt es in praktisch allen Lokalen - wunderbar!
Haselnüsse in natura. Bei Manner habe ich sie ja immer nur als Paste im Tankwagen vorfahren gesehen.
Das Alfavitario, die griechische Lesefibel für Volksschüler. Es dürfte sich um die x-te Ausgabe eines Buches aus den 1930er-Jahren handeln. Die Autos darin sehen jedenfalls so aus. Auch die Familie ist ganz klassisch. Der Vater mit Krawatte (heute eher in Jeans und T-Shirt oder Trainingsanzug), die Mutter im adretten Kleid (trägt heute auch Hose) und die Großmutter, die Jajá, ganz in Schwarz. Großvater gibt es keinen, der ist in irgendeinem Krieg gestorben (meine Theorie). Ein Macho-Mann im Haus genügt (auch meine Theorie).
Viele griechische Buchstaben kennen wir ja aus der Mathematik. Das Beta ist übrigens auf Griechisch das Vita. Und das Gamma ist ein besonders schwieriger Fall. Es klingt wie eine Mischung aus Rama, Jama und Chama.


















