Interessanter kleiner Unterschied:
Wenn man eine Sprache lernt, lernt man ja auch immer viel Kulturelles mit. Heute habe ich gelernt, wie man nach dem Weg fragt und den Weg beschreibt. Der Befragte muß üblicherweise kurz nachdenken, bevor er antwortet. Im Deutschen sagt er dann "Sekunde …". Im Griechischen sagt er "eine halbe Minute …". Der Grieche gesteht sich also 30 mal so viel Zeit zu wie der Deutschsprachige. Jetzt wundert es mich auch nicht, warum hier viele Leute noch nie etwas von Burnout gehört haben. Bewundernswert!
Apropos "es dauert etwas länger hier": seit heute habe ich Internet im Haus. Es hat eh nur drei Monate gedauert, dafür funktioniert es nur im Schlafzimmer. Ich sende also ab sofort aus dem Bett!
Fehlkauf des Jahres:
Groß haben wir Brennholz eingekauft. Um diese Jahreszeit welches zu bekommen, ist nicht einfach. Schließlich ist noch nicht Winter. Frieren tun anscheinend nur die Nicht-Griechen, denn die Mitarbeiterin im Supermarkt hat uns gefragt, was wir wohl mit so viel Holz tun. Und anscheinend hat es auch außer uns niemand gekauft, denn es war schon in Aktion!
Zu Hause angekommen machte der Beste aller Ehemänner gleich ein Feuerchen im Kamin - das erste und das letzte. Denn schon nach einiger Zeit drohten wir an Rauchgasvergiftung zu sterben und mußten das Experiment abbrechen. Optisch und atmosphärisch hätte das Feuer ja etwas hergegeben, Wärme hat es aber keine hergegeben, nur Rauch.
Inzwischen habe ich erfahren, daß die meisten Kamine hier nicht einheiztauglich sind. Was ich mich nur frage, ist, warum dann fast jeder einen hat?
Fang des Tages
Schwäne gehören unbedingt zum Repertoire eines jeden Baumarkts hier. Man könnte meinen, die Griechen stehen auf sie. Interessanterweise habe ich aber erst einen Garten mit einem Schwan gesehen …..
Auch hier weihnachtet es ein bißchen (aber zum Glück nicht zu viel).
Die Griechen sind ja ein eher prüdes Volk. Umso mehr wundert es mich, daß ein Geschäft gleich alle Auslagen mit Nackerten voll hat. Dabei gibt es zwei Arten - die einen mit Sixpacks, aber entmannt, die anderen ohne Sixpacks, jedoch mit angedeuteter Männlichkeit. Alle gemeinsam sind sie kopflos, offensichtlich in Anlehnung an die griechischen Statuen im Museum, denen oft auch schon der Kopf abhanden gekommen ist.
Viele hoffen auf Reichtum durch Lottospielen - sechs Millionen sind im Tsak Pot (=Jackpot)
Übungsflüge am Militärflughafen in Kalamata





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