Sonntag, 29. September 2013


Gratis Liegen und Internet am Strand von Romanos - könnte mal jemand von Mykonos hier vorbeischauen? Dort kostete es vor ein paar Jahren schon 12 Euro.







Die Weintrauben sind reif und köstlich süß!




Johanna Caretta Caretta:

Die Meeresschildkröte Caretta Caretta ist an den Stränden Messiniens heimisch, aber sehr gefährdet.
Samstag war der große Tag für Johanna, die Caretta Caretta Meeresschildkröte, die zu Beginn des Sommers verletzt gefunden wurde. Sie wurde in Athen aufgepäppelt und unter großem Interesse wieder ins Meer entlassen. Gewartet hat sie auf ihren großen Moment in einer Kiste, gut befeuchtet durch nasse Handtücher und Lappen. Dann war es so weit. Am Strand wurde ein Spalier für sie gebildet, und sie hat sich gleich Richtung Meer aufgemacht. Noch ein kurzer Blick in die Menge, und unter Applaus ist sie abgetaucht und hat hoffentlich ein gutes weiteres Leben.









Jetzt wird es mondän hier - ein Kreuzfahrtschiff legt in Pylos an.




Die ersten Flamingos sind schon in der Lagune van Gialova eingetroffen!







Mucki bei der Vogelbeobachtung



Zuckerwatte heißt auf Griechisch "Altfrauenhaar".



Orthodoxe Ecke:

Wer eine Kapelle bauen will - was in Griechenland offensichtlich öfter vorkommt als in Österreich - findet alles, was er braucht, in der "Orthodoxen Ecke" in Kalamatas Altstadt.





Um das ganze Zeug abzutransportieren, kann man gleich einen Einkaufsbuggy mitkaufen.



Kalamata:

Kalamata ist definitiv nicht die Stadt, die man auf den ersten Blick liebt. Das Erdbeben von 1986 hat große Teile der Stadt zerstört, und die Krise hat sehr deutliche Spuren hinterlassen. Auf den zweiten Blick findet man aber schon ein paar interessante Ecken, wo es sich leben läßt.













Was in anderen Gegenden die streunenden Hunde sind, sind in Kalamata die Katzen.





Der eine malt, der andere betet.



Jeder, der vor der Ikone betet, küßt sie zum Abschluss. Es dürfte die göttliche Kraft von oben sein, die verhindert, daß halb Griechenland mit Lippenherpes unterwegs ist.



Roma-Pferdemarkt an der großen Kreuzung neben dem Flughafen


Erschütterung des griechischen Männerbildes:

Heute verabschiedete sich der Beste aller Ehemänner von den griechischen Freundinnen mit dem Hinweis, daß er jetzt deutsche Butter kaufen müsse, um eine Sacher-Torte zu backen. Der Mund steht ihnen jetzt noch offen.

Backe, backe Kuchen - der glückliche Hobby-Konditor



Mittwoch, 25. September 2013


Meine ersten "biologischen Forschungen" - Schlangenhaut und Gecko, vermute ich. Und einen Mitschwimmer im Pool habe ich auch.




Wann kommt die Müllabfuhr?


In ein paar Wochen ist Olivenernte!



Der Sonnenuntergang von meiner Terrasse aus (ohne Fotoshopping!). Hätte Van Gogh es besser gekonnt?




Die Taverne meines Vertrauens mit köstlicher Hausmannskost. Aber im Winter suche ich mir vielleicht doch etwas Gemütlicheres ….
Die nicht ganz korrekte Rechnung, aber das Wichtigste steht drauf.


Auf Erforschung:

In der Früh bin ich wieder in den Olivenhainen unterwegs. Zum Glück sind meine "Freunde", die großen Spinnen mit ihren riesigen Netzen derzeit nicht aktiv. Deshalb kann ich kann ungeniert meinem Forscherdrang nachgeben und ungehindert durch die Hohlwege und das Unterholz marschieren.
Heute stand ich plötzlich vor diesem idyllischen Eingang.
Eine Kapelle fand sich dahinter, die Tür war nicht versperrt. Die Utensilien warten auf ihren nächsten Einsatz, der Baum ist der Glockenturm.





Wurmzeit:

Diese schwarzen Würmer (vermutlich eher Tausendfüßer) kommen zu Hunderten aus ihren Löchern, wenn es regnet. Sie "kleben" in rauen Mengen an den Hauswänden, und auf der Terrasse kann man sie wie Müll wegkehren. Wenn man mit ihnen in Berührung kommt (oder nur der Besen), fangen die Viecher bestialisch zu stinken an. Die Griechen nennen sie auch "Stinkwürmer". Wenn sie länger in der Sonne liegen, rollen sie sich ein, trocknen aus und sterben. Ich bin aber guter Hoffnung, daß auch die Wurmzeit bald wieder vorbei ist. Hier taucht ja fast wöchentlich irgendein neues Getier auf und verschwindet dann wieder ….


Was ich schon vergessen hatte:

Im Frühsommer war ich sechs Wochen weg von zu Hause. Da gewöhnt man sich schon bei einigen Dingen um und vergißt, wie es zu Hause war:
  • Als ich wieder in Wien war und ich kam auch nur in die Nähe eines Zebrastreifens, bremste sich schon ein Autofahrer ein und winkte mir sogar manchmal freundlich zu, daß ich die Straße überqueren könne. In Griechenland fiel das natürlich niemandem ein. Was aber auch nicht verwunderlich ist, denn es gab gar keine Zebrastreifen!
  • In Wien liefen in der Früh unaufhörlich die Jogger auf der Straße an mir vorbei. Da reibt man sich in Griechenland noch den Schlaf aus den Augen. Bestenfalls haben sich die Leute gewundert, wer wohl die Seltsame mit den Stöcken ist, die durch die Olivenhaine marschiert. Und das im Land, wo die Olympischen Spiele erfunden wurden. Damals muß es sich dabei aber um Griechen mit anderen Genen gehandelt haben!
  • Hunde gibt es sowohl in Griechenland als auch in Wien in großer Zahl. Aber in Wien haben sie mir plötzlich alle Leid getan, weil sie an der Leine gehen müssen, in Griechenland dürfen sie frei und wild sein und umherstreunen, wie sie wollen. Spätestens zur Fressenszeit sind sie eh wieder da.
  • Was ich am schönsten von den griechischen Angewohnheiten fand, ist, daß die Leute, wenn sie sich bedanken, ihre Hand aufs Herz legen. Diese wunderbare Geste gibt es bei uns leider nicht.