Beim Barte des Propheten:
Beim Barte des Propheten! Das ist doch etwas einfallslos! In Griechenland haben viele Berge und Gipfel denselben Namen - Profits Ilias. Nachdem der Prophet Elias irgendwann in grauer Vorzeit auf einen Berg geflüchtet ist, setzte sich dieser Name durch. Na ja, es kann halt nicht jeder einen Großglockner haben!
Ein kleiner und ein großer Prophet:
Kommt ein Vogerl geflogen …
…. und merkt nicht, dass meine Schlafzimmertür aus Glas ist! Schon lag es auf der Nase und war schwer geschockt. Nach einer viertelstündigen Erholung hat es einmal kurz in die Runde geschaut, und weg war es wieder!
Aussagekräftige Schilder:
Egal, wohin man fährt, man stößt hier immer wieder auf äußerst aussagekräftige Schilder!
![]() |
| Dieses dürfte Übungsschüssen mit dem Schrotgewehr zum Opfer gefallen sein! |
Am Wasserfall:
Was in einem anderen Land schon die größte Attraktion wäre (zum Beispiel in USA), muss man hier oft erst wissen und dann erst finden. Geschweige denn, dass es gut ausgebaute Wege zu diesen Orten gäbe. So stehen die Chancen gut, an diesem Wasserfall alleine zu sein. Dieses Mal gab es aber noch andere, recht nette Besucher.
Bescheidener Jahrestag:
Zum Jahrestag der Schlacht von Navarino, die ausschlaggebend war für die Befreiung der Griechen von den Türken, kam eine alte Fregatte der griechischen Marine nach Pylos. Früher schickten auch die damaligen Alliierten Schiffe, Engländer, Franzosen, Italiener, und die Russen machten sogar einen Musikabend. Dieses Jahr kamen nicht einmal mehr die Russen, denn die haben alle ihre Schiffe angeblich nach Syrien geschickt. Tja, leider sind Kriegsschiffe zum Kriegführen da und nicht zum Feiern.
Das Wasser-Gaspedal
So mancher Tourist hier stand schon in einem Lokal auf der Toilette vor dem Waschbecken und fand keinen Knopf oder Hebel zum Aufdrehen des Wassers. Blöd nur, wenn man schon das Waschgel auf den Händen hat! Dabei würde nur ein kurzer Blick nach unten genügen, denn da befindet sich das Wasser-Gaspedal! Einfach drauftreten, und das Wasser kommt oben heraus!
Die südliche Landschaft stirbt dahin:
Es ist ein Trauerspiel! Im südlichen Griechenland wachsen Palmen, oder besser gesagt, es wuchsen welche. Denn der Palmrüssler, ein oranger Käfer mit langem Rüssel, befällt die Palmen. Er wurde aus Asien eingeschleppt. Er bohrt sich ins Innere des Stammes und legt dort seine Eier. Diese entwicken sich zu riesigen Maden, in Asien Sago-Wurm genannt und zumindest zum Essen gut. Unsereins wird sich noch daran gewöhnen müssen, so etwas zu verspeisen. Die Maden fressen sich nun durch das Herz des Stammes. Leider passiert das alles unbemerkt. Erst wenn die Blätter der Palme dürr werden und herunterkippen, dass die Palme wie ein Sonnenschirm aussieht, wird den Besitzern klar, was passiert ist. Da ist es aber schon zu spät, sie ist unrettbar verloren. Dann sollte man den Stamm so schnell wie möglich abbrennen, damit die Maden im Inneren sterben und nicht ausschlüpfen können, aber das passiert nur in den wenigsten Fällen. Somit sind alle Palmen totgeweiht, denn der Käfer fliegt dann gleich weiter zur nächsten Palme.
Auch ich musste schon eine zu Grabe tragen bzw. abbrennen und entfernen. Fraglich ist, wie lange die anderen noch leben werden. Denn es gibt angeblich keinen wirksamen Schutz gegen den Schädling (aber wie machen die das in Asien, frage ich mich).
Das Landschaftsbild verändert sich schön langsam. Die Gärten, die ihre alten und riesigen Palmen verloren haben, sehen jetzt ohne sie ganz traurig aus. Ein Teil des südlichen Flairs ist verloren gegangen.
Aber noch eine andere Pflanze ist gefährdet - die Zypresse! Diese wird von einem Pilz befallen, der durch Insekten übertragen wird. Auch die Zypresse macht hier einen wichtigen Teil der Landschaft aus. Angeblich ist in der Toskana schon ein große Menge dahin gestorben. Hier gibt es ebenso immer mehr tote Bäume, es ist einfach nur traurig.
In Italien ist es in der Zwischenzeit auch zu einem Sterben von Olivenbäumen gekommen. Manch griechischer Bauer meint, das käme von der maschinellen Aberntung der Bäume, was in Griechenland nicht gemacht wird. Sollten auch die Olivenbäume in großem Stil eingehen, so wäre das nicht nur der Tod von riesigen Landschaften, die von der Olive geprägt sind, sondern dann kann auch das Land gleich zusperren.
Zurück zur Palme - ich habe mich an der Spitze eines Palmblatts gestochen. Ganz wenig nur, es hat nicht einmal geblutet. Zunächst fühlte es sich wie ein Bienenstich an, nach einiger Zeit wurde der Schmerz aber so stark, dass ich meine Hand nicht mehr bewegen konnte, und an Schlaf war ohne die Einnahme einer Schmerztablette nicht zu denken. Erst einige Stunden später beruhigte sich die Hand langsam wieder. Die Ursache war Gift, das in manchen Palmblättern ist, das ergaben meine Recherchen.
Telefonzellenschuhablage:
Praktisch, wenn man die aufgelassene Telefonzelle direkt vor dem Haus hat! Die kann man dann als offenen Schuhschrank verwenden, wo die Treter gleich nach Gebrauch in der frischen Luft ausstinken können.



















Sehr schöne Bilder und interessante Themen. Du hast uns da wieder einen guten Querschnitt vom Land gezeigt, und auch nun betont daß sich leider so viel auf unserem Planeten zum Ungunsten Aller verändert. Es wird wohl langsam jedem klar daß wir nichts Gutes für die Nachkommen hinterlassen.
AntwortenLöschenUnd in der Zwischenzeit sind sie immer noch eifrig beim ''Kuhhandel''in Paris. Hier die Saudis: Saudi Arabia said it would resist language in the draft calling for a rise in global temperatures to be limited to "well below" 2 degrees Celsius (3.6 Fahrenheit) above pre-industrial levels. It fears that target could jeopardise oil production.
Reuters
Sehr traurig!
Ja, da hast du wohl Recht. Wir leben jetzt schon mit so vielen Katastrophen, und wir gewöhnen uns einfach daran.
AntwortenLöschenDie Zypressen sind angeblich vor dreißig Jahren schon einmal dahingerafft worden, so hörte ich. Kann man nur hoffen, dass sie sich diesmal auch wieder erholen.
Hab'mir gerade die Bilder wieder mal angesehen - wirklich toll. Man kann damit fast diese schöne Land miterleben.
AntwortenLöschen